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Segeln und Tauchen auf der Sir Robert Baden Powell Sardinien und Korsika, Juli 2007
Eigentlich hätte es wieder ein Ägyptentour werden können, aber die Sir Robert Baden Powell versprach mehr als nur Tauchen und Entspannung. Die Kombination aus Segeln pur, Tauchen und Land und Leute kennen lernen gibt es wohl nicht allzu häufig. Also gesagt getan, Leute zusammen getrommelt, Schiff gechartert und ab nach Bella Italia. Starthafen war Olbia auf Sardinien. Dahin gibt’s preiswerte Flüge bei einschlägig bekannten Airlines und der Hafen ist nur ein paar Taximinuten vom Flughafen entfernt. Das spart Zeit und man ist Ruck-Zuck an Bord.
Schiff und Segeln Die Sir Robert ist ein 42m langer und 6,50m breiter Topsegelschoner im Stil der Baltimore Clipper und schon im Hafen eine ziemlich elegante Erscheinung. Und dann erst unter Segeln ... Segelfläche gibt’s übrigens bis 600 Quadratmeter. Als Gäste an Bord kann man natürlich auch aktiv beim Segeln mitmachen. Segel setzen bzw. einholen ist reine Handarbeit an den Seilen. Es gibt keinerlei mechanische oder elektrische Helferlein. Und macht riesig Spaß, auch wenn es für den gemeinen Taucher eher eine ungewohnte Beschäftigung ist. Besonders, wenn dann auch das Steuern erlaubt ist. Denn wer hat schon mal 174 Tonnen durch’s Meer gelenkt. Ich bisher noch nicht.
Einsame Spitze ist dann das Erlebnis, wenn unter Segeln und mit richtig Wind das Schiff schnell und unglaublich ruhig seine Bahn durchs Mittelmeer zieht. Das ist richtig beeindruckend und macht eben das Besondere einer Reise auf diesem Schiff aus. Die Kabinen sind groß mit genügend Platz, es gibt einen schönen großen Salon unter Deck, das Essen ist abwechslungsreich und reichlich und die Crew ist super nett und hilfsbereit und man kann das gesamte Schiff von oben (Mast) bis unten (Maschinenraum) erkunden. An Land zu gehen ist eine weitere Möglichkeit das Mittelmeer, zumindest über Wasser, kennen zu lernen. Wir waren in Bonifacio/Korsika. Ein schönes Städtchen mit viel altem Gemäuer, super Ausblicken aufs Meer und vielen Läden und Restaurants entlang der Hafenpromenade.
Tauchen Wer schon im Mittelmeer getaucht hat, weiß bestimmt um seine Attraktivität unter Normal Null. Wer nicht, dem sei gesagt: Wasser um die 20 Grad, Sichtweiten von mehr als 30 Meter und eine großartige Unterwasserlandschaft. Grotten, Höhlen und selbst Wracks sind keine Seltenheit. Mir gefälllt’s. Besonders wird’s dann, wenn auch das Getier mitspielt.    Großer Fisch ist zwar nicht immer und überall zu sehen, es gibt ihn aber noch. Doch wer sich nicht scheut auch die kleinen Dinge zu suchen wird reichlich belohnt. Strömung ist auch vorhanden, für diejenigen die sich gerne mal treiben lassen. Und wer es etwas tiefer mag, diese Tauchplätze gibt es auch. Getaucht wird vom Schlauchboot aus. Damit ist man schnell an Ort und Stelle und auch recht schnell wieder aufgesammelt. Besonders gut war die Leiter am Schlauchboot (hat nicht jeder), was den Einstieg nach dem TG wesentlich erleichtert hat. Das Gerödel ist an Deck der Sir Robert unter Bänken gut und sicher untergebracht, die Anzüge können an einer Halterung am Mast trocknen. Nach dem TG gibt’s immer Tee oder Kaffee und lecker Kekse.
Fazit Für uns war es ein super Erfahrung in dieser Kombination aus Segel und Tauchen das Mittelmeer zu erleben. Wer neben dem Tauchen auch noch ein bisschen Seemannschaft und Land und Leute kennen lernen will ist auf der Sir Robert gut aufgehoben. Die Crew tut jedenfalls alles dafür, damit der Aufenthalt nicht so schnell aus dem Gedächtnis entschwindet. Mal was anderes als Ägypten und auf keinen Fall schlechter....
Mehr Bilder gibt’s hier >>> 2007 Sir Robert
Weitere Informationen findet ihr unter: www.sir-robert.com
Text: Steffen Marquard Bilder: C. & H. Marquard, N. Gillessen, A. Storck
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